Glasbläserhof bei Todtnau Glasbläser Schwarzwald
Homepage: www.glasblaeserhof.de
Glasbläserhof - Glasbläserei Museum Restaurant
Mehrmals täglich zeigen wir Ihnen direkt am Ofen das alte Handwerk - fast genauso wie vor 2000 Jahren. Die gleichen Werkzeuge, dieselbe Arbeitstechnik. Nirgendwo sonst historisch getreuer ... Jede Vorführung der alten Glaskunst wird von einem fundiertem Vortrag begleitet (deutsch, englisch oder französisch). So wird Arbeitsgang für Arbeitsgang erläutert und der geschichtliche Hintergrund geschildert. Eine Kunst für sich ist die Arbeit der Lampenglasbläserin, die direkt vor Ihren Augen aus farbigen Glasstäben wunderschöne Ziergegenstände formt.
Das Haus ist jeden Tag von 9.30 bis 18 Uhr geöffnet, auch an Sonn- und Feiertagen!
| Historische Glasdemonstration am Ofen mit Vortrag |
| Dienstag bis Sonntag: um 11 Uhr und 14 Uhr - Eintrittspreis Vorführung: Erwachsene 3 Euro, Kinder 2 Euro - Das Haus ist jeden Tag von 9.30 bis 18 Uhr geöffnet, auch an Sonn- und Feiertagen! |
Restaurant
Willkommen auf der grossen Terrasse des Glasbläserhofes, einem alten Schwarzwaldhaus, das früher als Posthalterei und Pferdewechselstation diente. In unseren gemütlichen Gasträumen können Sie sich bei Schwarzwälder Gastlichkeit verwöhnen lassen. Unsere heimische Küche, frisch gezapfte Biere und badische Weine werden Ihre leiblichen Wünsche erfüllen. Spezialitäten sind z.B. die Forellenroulade, die Glasbläserpfanne, aber auch deftige Schwarzwald-Vesper. Wie wäre es zum Kaffee mit einem Stückchen Kuchen? Wir empfehlen vor allem unsere hausgemachte Schwarzwälder Kirschtorte, die wir täglich frisch herstellen. Geniessen Sie die Aussicht auf die wunderschöne Natur hier im Schwarzwald. Wenn Sie noch einen aufregenden Spaziergang machen möchten - in nur wenigen Minuten sind Sie am Todtnauer Wasserfall. Geöffnet täglich von 9.30 bis 18 Uhr, Montag im Restaurant Ruhetag.
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Museum
Glas ... seit Jahrhunderten fesselt es den Menschen. Wer überlegt sich denn heute noch beim Gebrauch von Bier-, Wein- und Cola-Flaschen, oder Glühbirnen und Fensterglas, wie kostbar einst dieses Material war ... und wie mühsam deren Herstellung. In unserem Museum zeigen wir Ihnen unter anderem die Entwicklung der Glasherstellung, begonnen bei den Ägyptern und in Sumer bis hin zu den alten Schwarzwälder Glashütten. Die Technik des Glasblasens hat sich über die Jahrhunderte kaum verändert. Die Werkzeuge wie Glasmacherpfeife, Metallschere, Holzform, Löffel, Zange und Pitsche sind immer noch dieselben und im Glasbläserhof (in Aktion) und auf Schautafeln zu besichtigen.
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Damals, als in den tiefen Wäldern um den Feldberg noch die Glasfeuer loderten und die Glasbläser ihr grosses Geheimnis des Glasmachens hüteten, war Glas fast so wertvoll wie Gold. Im Schwarzwald fanden die Glasmacher alles was sie brauchten: Granit- und Bundsandstein, Bäche mit Quarzsand und vor allem viel Buchenholz zur Gewinnung von Pottasche, die als Flussmittel gebraucht wurde. Allein für ein bis zwei Weinpokale verbrauchten die Glasmacher einen Kubikmeter Holz. Davon wurden 3% zum Feuern und 97% zur Gewinnung von Pottasche genutzt. Riesige Holzmengen wurden eigentlich nur der Asche wegen verbrannt. War der Wald verbraucht, rissen die Glasmacher ihr Dorf ab und bauten es woanders wieder auf.
Aber auch ihre Herren, die Äbte und Fürsten, profitierten von den Glasmachern. Zum einen durch den Verkauf des Holzes und des Glases, zum anderen durch das Acker- und Weideland, das durch die Rodung gewonnen wurde. Die Glasmacherkunst hinterliess unauslöschbare Spuren. Der Schwarzwald, früher ein reines Laubwaldgebiet besteht heute grösstenteils aus Nadelwald.
Verfolgt von der Missgunst der Bauern, die die Glasmacher um ihre Selbstständigkeit beneideten, und angefeindet von den Flössern, die um ihre Holzrechte bangten, blieben sie meist unter sich. Menschen, die unter härtesten Bedingungen hart und sehr zielstrebig arbeiteten. Das führte bis ins 18. Jahrhundert hinein durch Heirat untereinander zu einer grossen Versippung.
Den Grundstein für Handel und Gewerbe legten allerdings die Glasträger. In Stroh verpackt trugen sie die Glaskrüge, Schnapsbuddelen, Öllampen und andere Erzeugnisse der Schwarzwälder Glaskunst in ihren schweren Glaskörben (Krätzen). Ihre Wege führten sie bis in die Schweiz, ins Elsass, nach Sachsen und Bayern ... und sogar nach Belgien und Holland. Der Erlös aus dem verkauften Glas musste den Glasmeistern ausgehändigt werden. Die harten Bedingungen für die Glasträger sollten uns aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass dieser Berufszweig für so manchen, vom Hoferbe ausgeschlossenen Bauernsohn die Chance bot, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten und eine Familie zu gründen. Von ihren Reisen brachten die Glasträger das Wissen um die Herstellung von Uhren, von Steingut, Flechtarbeiten und vieles mehr mit. Es wird vermutet, das die Schwarzwälder Uhrenindustrie hier ihren Ursprung hat.
Die grosse Zeit des Schwarzwälder Glases endete dann schliesslich mit der Einführung des billiger herzustellenden Industrieglases. Die holzverschlingenden Aschen wurden jetzt synthetisch hergestellt. Maschinen ersetzten die Handgriffe und Automatenstrassen den ganzen Menschen. 49 urkundlich erwähnte Glashütten und 19 ohne festen Nachweis gab es im Schwarzwald. Ortsnamen wie Altglashütten, Neuglashütten, Glasau, Glashofen und viele alte Glasträgerwege erinnern jetzt noch an die Blütezeit der Glasmacher.
Aber im Glasbläserhof wird das alte Handwerk noch einmal lebendig. Im Museum erleben Sie nicht nur die Geschichte - wir zeigen Ihnen als Gegenüberstellung auch kunstvolle Exponate moderner Glasmacherkunst.
Anfahrt
- Autobahn A5 Karlsruhe - Basel: Ausfahrt Freiburg - Mitte und dann entweder über den Schauinsland ... oder über Oberried, Notschrei nach Todtnau.
- Autobahn A 81 Stuttgart - Bodensee: Dreieck Bad Dürrheim - und dann über Titisee und den Feldberg nach Todtnau.
- Aus Richtung Basel: die Bundesstrasse B317 über Lörrach und Schopfheim führt direkt nach Todtnau.
Adresse
- Glasbläserhof
- Alexander Ottelinger
- Talstraße 6
- 79874 Todtnau-Aftersteg
- Telefon 07671 – 80 50
- Telefax 07671 – 84 78
Internet
- Homepage: www.glasblaeserhof.de
- E-Mail : info@glasblaeserhof.de
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